Das normalsichtige Auge

Einfallende Lichtstrahlen werden durch die Hornhaut und die Linse gebündelt und gebrochen.

Ergebnis: Sie treffen genau auf die
Netzhaut und ein scharfes Bild entsteht.

Durch Muskelfasern kann die Linse in ihrer Lage und Krümmung verändert werden - wir sehen so entweder in der Ferne oder in der Nähe scharf (Akkomodation).

Hornhaut eines normalsichtigen Auges

  • Hornhautdicke: ca. 0,5 mm
  • Brechkraft: 43 Dioptrien
  • Entfernung zur Netzhaut:
    ca. 2,3 cm
Das Auge im Querschnitt

Die Fehlsichtigkeiten des Auges

Die Kurzsichtigkeit
Kurzsichtigkeit

Im Vergleich zum normalsichtigen Auge ist der Augapfel zu lang. Die von der Hornhaut und Linse korrekt gebündelten Strahlen treffen sich vor der Netzhaut. Ein scharfes Sehen ist nur auf kurze Distanz möglich. In der Ferne werden Dinge unscharf gesehen.

Die Weitsichtigkeit
Weitsichtigkeit

Der Augapfel ist im Vergleich zum normalsichtigen Auge zu kurz. Die von der Hornhaut und Linse gebündelten Strahlen treffen zu früh auf die vorgelagerte Netzhaut. Der Bündelungs- und Brechungsvorgang ist noch nicht abgeschlossen. Ein scharfes Sehen ist nur auf weite Distanz möglich. In der Nähe werden Dinge unscharf gesehen.

Die Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit)
Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit)

Im Gegensatz zur Kurz- und Weitsichtigkeit geht es hier nicht um die Länge des Augapfels, auch wenn die Stabsichtigkeit meist in Verbindung mit der Kurz- oder Weitsichtigkeit auftritt. Stabsichtigkeit wird auch Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus genannt. Die Ursache ist eine ungleichmäßige Form/Beschaffenheit der Hornhaut selbst. Die Lichtstrahlen können somit nicht korrekt gebündelt und gebrochen werden. Die Strahlen treffen nicht als Punkt auf der Netzhaut auf. Ein verzerrtes Sehen entsteht.

Die Altersweitsichtigkeit

Die Alterssichtigkeit beruht im Gegensatz zur Fehlsichtigkeit nicht auf einer Abweichung der Augapfellänge von der Norm, sondern auf einer reduzierten Beweglichkeit der Augenlinse. Die Augenlinse verliert mit zunehmendem Alter die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen einzustellen (=Akkomodation). Diese Abnahme der Akkomodationsfähigkeit beginnt circa zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr. Die von der Hornhaut und von der Linse (zu schwach) gebündelten Strahlen treffen zu früh auf die vorgelagerte Netzhaut. Der Bündelungs- und Brechungsvorgang ist noch nicht abgeschlossen. Das scharfe Sehen in der Nähe lässt nach.

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