Keratokonus

Der Keratokonus, ist eine Erkrankung der Hornhaut, die durch verringerte Stabilität des Bindegewebes zur Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut führt. Die Folge ist eine zunehmende Kurzsichtigkeit und unregelmäßige Hornhautverkrümmung, die mit Brillen nur schlecht, mit Kontaktlinsen meist erfolgreich ausgeglichen werden kann.

Keratokonus

Keratokonus

Crosslinking – die Behandlung des Keratokonus

Eine Behandlung war bisher nicht möglich, aber seit kurzem gibt es (jetzt auch in unserer Praxis) die Behandlungsmöglichkeit des „Crosslinking“, also der Quervernetzung, wobei nach Entfernung der Deckschicht (Epithel) die Hornhaut mit 0,1% Riboflavin (Vitamin B2) getränkt wird und dann mit ultraviolettem Licht (UVA, 370nm, 3mW/cm²) 30 Min. bestrahlt wird. Dadurch erfolgt eine photooxidative Quervernetzung der Kollagenfasern, die zur Stabilisierung der Hornhaut führt. Nach bisherigen Studien, die den Verlauf bis zu 5 Jahren verfolgten, ist bei über 99 % der Patienten keine weitere Zunahme der Hornhautkrümmung beobachtet worden, in 20% der Fälle kam es sogar zu einem Rückgang der Hornhautverkrümmung um bis zu 2 dpt.

Abgesehen von der schmerzhaften Heilungsphase von ca. 5 Tagen, die zum Nachwachsen der Hornhautdeckschicht erforderlich ist, sind in mehreren Fällen Hornhauttrübungen für einige Wochen beobachtet worden. Das Risiko liegt weit unter 1 %, da nur in 2 von 250 Fällen über die Entstehung von Narben berichtet wurde, die sich nur langsam aufhellten.

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