1) Selbst ausheilende Nebenwirkungen (Häufigkeit ca. 15%)
- Bis zu 1 Monat, selten länger: Blendung, Lichtempfindlichkeit, reduzierte Dämmerungssehkraft, vergeht bei normalem Verlauf vollständig
- Bis zu 2 Monaten: schwankende Sehleistung, bedingt durch Hornhautödem
- Bis zu 6 Monaten: taubes Gefühl der Hornhaut möglich, vergeht meist völlig
2) Durch Medikamente oder Nachbehandlung behebbare Nebenwirkungen
- Restbrechungsfehler, Ursache: Über- oder Unterkorrektur, falls störend, durch gezielte Nachbehandlung zu beheben (Häufigkeit ca. 5%)
- nur bei PRK / LASEK: bleibende Blendungserscheinungen, Ursache: sog. Haze-Bildung, autoimmun bedingte Gewebsverdichtung und Trübung der Hornhaut, unbehandelt evtl. bleibend, durch Augentropfen zu behandeln (Häufigkeit ca. 5%)
- Dezentrierung (Zentrum der Behandlungzone ist nicht Zentrum der optischen Zone) Ursache: Differenz zwischen Pupillenmitte, Hornhautscheitel, und optischer Sehachse, meist durch gezielte Nachbehandlung zu beheben (Häufigkeit ca. 1%)
- Schnittproblem bei der Flap-Erzeugung, Ursache meist techn. Versagen der Geräte, Abhilfe: Zurücklegen des Flaps, erneuter Eingriff nach 3 Monaten (Häufigkeit ca. 0,1%)
- Einschlüsse unter dem Flap, Ursache: Entzündung oder unvollständige Spülung nach der Laseraktion, Abhilfe: medikamentös, evtl. erneutes Anheben des Flaps und mechanische Reinigung (Häufigkeit ca. 0,5%)
- Verschieben des Flaps, Ursache: Unachtsamkeit nach dem Eingriff, oder nicht korrektes Zurücklegen des Flaps, Abhilfe: Reposition des Flaps (Häufigkeit ca. 0,1%)
3) Bleibende Schäden (Häufigkeit ca. 0,5%)
- Trübungen der Hornhaut, Ursache: Entzündung nach der Operation, Narbenbildung, Epitheleinwachsung, durch engmaschige Kontrollen nach Operation meist zu vermeiden (Häufigkeit ca. 0,5%)
- optische Asymmetrien, Ursache: unregelmäßiger Abtrag, z.B. wegen unregelmäßiger Dichte der Hornhaut, selten technischer Defekt im Abtragsmuster, oft durch Einhalten des Kontaktlinsen-Trageverbots vor dem Eingriff zu vermeiden (Häufigkeit ca. 0,2%)
- Verlust des Flaps, Ursache: Unachtsamkeit nach dem Eingriff, in der Folge Regression und unregelmäßige Heilung möglich (Häufigkeit ca. 0,1%)